Das Baugebiet Im Langen Lohe erhitzt momentan die Gemüter der Emster*innen und Teile der Hagener Politik, nun mischt sich auch Hagen Aktiv in die Diskussion ein.

Nach dem es jahrelang nur Ideen gab und schließlich ein Kompromiss zu der Zusammenlegung der Spielstätten von Concordia Hagen und SpVg Hagen 1911 auf der Bezirkssportanlage an der Haßleyer Straße gefunden wurde, geht es jetzt endlich in die Planungsphase. Die Verwaltung hat dafür einen ersten Entwurf als Diskussionsgrundlage vorgestellt.

In der Lokalpresse, in Kanälen lokaler Netzwerke und auch in anderen Formen wurde von den Bürger*innen bereits zurecht Kritik an dem Entwurf der Planungsabteilung geübt. Wir halten hier aber eine pauschale Ablehnung von gewissen Bauformen oder ähnlichem nicht für zielführend, um das Ziel – einen zukunfts- und bedarfsgerechten Neubau zu entwerfen – zu erreichen. Wir wünschen uns von allen an der Diskussion Beteiligten, mit Respekt den Argumenten aller Seiten zuzuhören und zielführende Ansätze aufzunehmen. Emst als ein starker und gewachsener Stadtteil mit verschiedensten Akteuren und Interessen verdient eine differenzierte Auseinandersetzung. Unveränderbarer Rahmen für die Planungen sind aus Sicht von Hagen Aktiv zum einen der Erhalt des Marktplatzes, als auch ein sinnvolles und zukunftsfähiges Verkehrskonzept.

Emster Marktplatz erhalten!

Der Emster Marktplatz muss in seinen Funktionen erhalten bleiben. Eine Verkleinerung der Fläche lehnt Hagen Aktiv daher ab. Gerade für die vielen traditionsreichen Veranstaltungen und den Markt braucht Emst eine solche zentrale Fläche. Dies sollte auch zusammen mit seiner Funktion als Parkfläche für die vielen verschiedenen Nutzer bedacht werden. Daher wollen wir im Folgenden einen Vorschlag machen, welcher beiden Funktionen gerecht wird.

Zukunftsfähiges Verkehrskonzept ist ein Muss!

Der Emster Marktplatz wird schon heute genutzt von Lehrer*innen und Schüler*innen des Rahel-Varnhagen-Kollegs, Anwohner*innen benachbarter Straßen und Sportler*innen und Besucher*innen der Sporthalle. Die Fahrzeuge der dann Neuhinzugezogenen würden diesen Bedarf noch vergrößern.
“Wir halten nichts davon, die dann neuen Straßen in diesem Gebiet direkt mit Autos zuzustellen, sondern wünschen uns dort Straßen mit hoher Aufenthaltsqualität, auf denen auch Kinder sicher spielen können. Das neue Wohngebiet in Nähe der Hagener Innenstadt bietet die Möglichkeit, Geschäfte, Kitas, Schulen und vieles mehr zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zu erreichen”, so Gertrud Masuch, für Hagen Aktiv im Stadtentwicklungsausschuss und Listenplatz 1 für die Bezirksvertretung Mitte bei der anstehenden Wahl.

“Daher möchten wir den Bau einer Quartiersgarage, wie es in vielen Städten schon umgesetzt wurde, vorschlagen. Auch wenn viele Leute bei dem Wort Parkhaus an große, relativ hässliche Beton- und Stahlbauten denken, so glauben wir, dass sich ein begrünter und möglichst kleiner Baukörper gut in ein solches Gebiet integrieren lässt. Wir versprechen uns von einer solchen Lösung mehrere Vorteile: für die Stadt oder den Betreiber ist mit einem wirtschaftlichen Betrieb zu rechnen, wenn man die Autobesitzer*innen nicht mit überzogenen Preisen abschreckt; insgesamt wird die Fläche effizienter genutzt und die Anwohner*innen haben die Sicherheit, immer einen Parkplatz zu finden”, ergänzt Tim Riemann, Sachkundiger Bürger im Stadtentwicklungsausschuss.

“Außerdem wäre es wichtig, hier auch die Anbindung an den ÖPNV zu prüfen und weiter zu verbessern. Eventuell kann eine Haltestellenverschiebung in Richtung Marktplatz sinnvoll sein. Angesichts der vielen neuen Bewohner*innen sind auch Angebotsausweitungen anzustreben. Die kürzliche Taktverdichtung zwischen der Innenstadt und Emsterfeld sowie die Querverbindungen in Richtung Boele und Eilpe sind dabei bereits eine gute Grundlage.”, so Kevin Arutyunyan, Sprecher für Hagen Aktiv im Unterausschuss Mobilität.

Weitere Punkte, wie die Unterbringung von Fahrrädern, Tiefgaragen für Mehrfamilienhäuser und das Verhindern von Durchgangsverkehr sind aus unserer Sicht Dinge, die ebenfalls alle in ein stimmiges Verkehrskonzept eingearbeitet werden müssen.

Wir freuen uns auf die noch kommende Diskussion und wünschen uns, dass hier die beste Lösung gefunden wird.

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