Auf den Vorschlag des Bezirksbürgermeisters Haspe, die Fußgängerzone am Hüttenplatz aufzugeben und für den öffentlichen Begegnungsverkehr zu öffnen, erhielt die Verwaltung von der Bezirksvertretung Haspe einen entsprechenden Prüfauftrag.

Die Verwaltung signalisierte daraufhin eine Machbarkeit, die angeblich eine kaum zu erwähnende Umschilderung bedeutet hätte.

Erst auf Nachfrage von Hagen Aktiv, wann die Bindefrist der mit Fördermitteln hergestellten Fußgängerzone abläuft, riet die Verwaltung von dem Vorhaben ab. Diese Frist läuft tatsächlich erst 2024 ab. Die Umsetzung der Maßnahme hätte zur Rückzahlung von Fördergeldern in nicht bekannte Höhe geführt. Zeitgleich kam heraus, dass für dieses Vorhaben auch der Bebauungsplan hätte geändert werden müssen.

Abgesehen davon hätten auch die Enge der Fußgängerzone in Höhe des dortigen Kindergartens und die seit Jahrzehnten gewohnte Verkehrsberuhigung für die Bewohner gegen eine Öffnung gesprochen.

Mit Entstehung der Fußgängerzonen und den damit verbundenen Umgehungsstraßen wollte man den Hauptverkehr aus dem Hasper Innenstadt Bereich heraushalten. Die bereits geöffnete Corbacher Straße in Richtung Kreisel hat schon zu einer starken Verlagerung des Umgehungsverkehrs geführt. Eine Öffnung des Hüttenplatzes hätte diese Wirkung noch mehr verstärkt.

Daneben hat der Rat erst vor einiger Zeit im ISEK-Prozess „Hagen Plant 2035“ beschlossen, den motorisierten Individualverkehr in die Innenstadt-Bereichen zu reduzieren. Da wäre die Öffnung einer Fußgängerzone für den Individualverkehr kontraproduktiv.

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